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Sonderausstellung "Einer geht noch – Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod“ im Stadtmuseum Ditzingen 

Auf Anregung von Ewig anders Ditzingen zeigte das Stadtmuseum Ditzingen die Wanderausstellung "Einer geht noch – Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod“.

(Die Ausstellung ist eine Produktion der Caricatura Kassel in Zusammenarbeit mit dem Museum für SepulkralkulturKassel). 33 Cartoonistinnen und Cartoonisten widmen sich in ihren Werken dem, was uns alle erwartet und zeigen, dass es durchaus möglich ist, über die ernsteste Angelegenheit der Welt Witze zu machen! Vernissage war am 8. Oktober 2025 um 18:30 Uhr


Begeitprogramm

Ewig anders Ditzingen bot parallel zur Ausstellung ein Begleitprogramm an, das einen Ausstellungsbesuch mit fiktivem Leichenschmaus, einen Rückblick auf die Ausstellung „Totenhemd und Leichenschmaus“ von 2020/2021 mit Lesung aus dem gleichnamigen Buch und einen Rundgang über den Friedhof Ditzingen zum Thema „Besondere Grabsteine“ umfasst.


Ausstellungsbesuch - Führung - „Leichenschmaus“

Am 19. Oktober 2025 zeigte Günther Zeltner von Ewig anders Ditzingen anhand einiger Karikaturen in der aktuellen Ausstellung wie dort das Thema Tod und Sterben illustriert wird. Ist Ihnen schon aufgefallen, dass der Tod in den Darstellungen nie ein Gesicht hat? Auch nehmen manche Geschichten skurrile Wendungen an wie z.B. „Wenn Du jetzt nicht stirbst, dann lasse ich mich scheiden“. Über 50 Personen lauschten den Ausführungen des Referenten.

Im Anschluss an den Ausstellungsbesuch wurden im „Treffpunkt Adler“ bei einem fiktiven „Leichenschmaus“ mit typischer Bewirtung bemerkenswerte Traueranzeigen verlesen. Dabei blieb auch Zeit für angeregte Gespräche. Erfreuliche viele waren in den „Adler“ gekommen. Wir bedanken uns für den regen Besuch!

 

Buchvorstellung „Totenhemd und Leichenschmaus“ 

Bereitsvor fünf Jahren zeigte das Stadtmuseum mit der Ausstellung „Totenhemd und Leichenschmaus“ die vielfältige Bestattungs- und Trauerkultur des Strohgäu im 19. und 20. Jahrhundert. Durch die Corona-Pandemie war die Ausstellung von mehreren Schließungen betroffen und konnte nur eingeschränkt besucht werden. Um die Exponate und Texte nachträglich zugänglich zu machen, verfassten die Beteiligten einen erweiterten Begleitband, der Ende 2024 erschien.

Am 29. Oktober 2025 berichtete Autor Harald Orlamünder (Ewig anders Ditzingen) - Autorin Maike Sander (meinlebenlang*) war kurzfristig erkrankt - in der Stadtbibliothek Ditzingen über die Arbeit am Buch und stellte ihre Lieblingskapitel vor. Ute Schmiedt war dankenswerter weise kurzfristig unterstützend eingesprungen.

 

Rundgang über den Friedhof: „Besondere Grabsteine“

Das Wetter am Sonntag Nachmittag, 9. November 2025,  zeigte sich von seiner unbeständigen Seite und so schwanken die auf dem Friedhof ausharrenden Teammitglieder, ob sie den Rundgang starten sollten. Nachdem sich dann doch einige Besucher eingefunden haben denen dieses Wetter egal war, wurden der Rundgang mit halbstündiger Verspätung gestartet.

Erster Halt galt dem Epitaph in der Speyrer Kirche. Dann ging es über die Bereiche für Kinder in den südlichen Teil, wo das Lapidarium eingehend besprochen wurde. Auf dem weiteren Weg wurde auf Grabmale in verschiedenen Ausführungen hingewiesen: neben verschiedenen Gesteinsarten auch Stahl, Glas, Holz, Ton sowie verschiedene Kombinationen. Auch die Grabmale und Gräber bekannter Ditzinger wurden besucht, z.B. von Julius Brecht und Heinrich Eberhardt und die Grabstellen Knapp und Hauer. 

Unter dem Vordach der Aussegnungshalle - es gab immer wieder etwas Nieselregen - wurde der Rundgang nach ca. 1,5 Stunden bei einem warmen Umtrunk und regen Gesprächen beendet.

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Damit konnten die geplanten drei Veranstaltungen des Begleitprogramms zur Ausstellung erfolgreich abgeschlossen werden ... aber: die Ausstellung ging in die Verlängerung.


Ausstellungsbesuch - Führung - „Leichenschmaus“ in der Wiederholung

Nachdem die Ausstellung bis zum 11. Januar 2026 verlängert wurde, bot Ewig anders Ditzingen zu diesem Termin als Finissage einen weiteren Besuch mit Erläuterungen sowie einen fiktiven „Leichenschmaus“ im „Treffpunkt Adler“ an. 

Der Besuch im Museum war mit ca. 40 Besucherinnen und Besuchern wieder gut besucht. Günther Zeltner stellte historische Bezüge her und erklärte anhand einiger Karikaturen Hintergründiges. 

Der fiktive Leichenschmaus wurde mit ein paar informativen und amüsanten Texte angereichert und bot bei Kaffee, Hefezopf, Brezeln und Getränken Gelegenheit zu Gesprächen. 

Die Ausstellung geht auf eine Anregung von Ewig anders Ditzingen zurück und wir freuen uns über den Erfolg und dass wir die Ausstellung mit einem Begleitprogramm mit vier Veranstaltungen anreichern konnten! 

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